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Stairway to heaven

Stairway to heaven

Geschichte erschienen in: Holzmagazin 1 / 2019
Fotos: (c) Hector Egger Holzbau AG


Holzkunst Die Schweizer Hector Egger Holzbau AG zeigt mit ihren Kunstobjekten beim Designers´ Saturday, wie man Menschen für Hightech-Holzbau interessieren kann. 

Gegründet wurde die Hector Egger Holzbau AG 2001 von Inhaber Paul Schär durch ein Management Buyout aus der Holzbauabteilung der alten Hector Egger AG, die bereits seit 1848 bestand. Ein Unternehmen mit einer langen Geschichte also. Und doch ist die Firma heute einer der innovativsten Betriebe der Schweiz, die vom Einfamilienhaus bis zur Flugzeughalle, vom konventionellen Holzhaus mit verzäpftem Dachstock über Wohn-, Büro- oder Industriebauten bis hin zum kompletten GU-Projekt nachhaltigen Holzbau realisiert. Schär ist überzeugt: „Innovativer Holzbau beginnt im Kopf!“ Und das zeigt das Unternehmen auch mit seinem kulturellen Engagement. 

Fraktal, Weltenbaum und Stairs
Seit 2006 ist der Betrieb ein „Austragungsort“ des Schweizer Designers´ Saturday. Dabei findet sich die Schweizer Designszene im biennalen Rhythmus in den Produktionsstätten der teilnehmenden Betriebe zu Produktpräsentationen und Vorträgen internationaler Hersteller und Hochschulen in Langenthal ein. Insgesamt zieht die Veranstaltung rund 17.000 Besucher während dieses Wochenendes an. Und so lag es nahe das Holzbau-Können und die Hightech-Möglichkeiten in Kunstobjekten umsetzen. Das erste Objekt war der Fraktal. Entworfen wurde es von dem Züricher Architekten Sergio Cavero, Es diente dazu dem Publikum einen Prototypen zu zeigen, sich mit Materialverbindungen und räumlichen Strukturen auseinanderzusetzen. Es folgte der Yggdrasil, der Weltenbaum, der 2016 gezeigt wurde. Auch hier kam der Entwurf wieder von Cavero. 2018 folgte das Projekt Stairs in der gleichen Zusammensetzung. Die Himmelstreppe, die in die Unendlichkeit führen soll, besteht aus Holzbalken in einem Standardformat mit CNC-gefrästen Verbindungen. Es ist ein sich nach oben verjüngend filigranes, zugleich stabiles Objekt, das begehbar ist. Ob es ein Nutzobjekt, eine Skulptur oder ein Gebäude ist, lässt sich bewusst nicht festlegen. Die Objekte sind auch nach dem Designers´ Saturday für die Öffentlichkeit zugänglich. So ist Stairs aktuell noch auf dem Wuhrplatz in Langenthal zu sehen, danach geht die Himmelstreppe auf den Gurten nach Bern. 

 

Interview mit Michael Schär 

Michael Schär, Geschäftsführer Hector  Egger Holzbau AG

Michael Schär, Geschäftsführer Hector
Egger Holzbau AG

Wie kam es zur regelmäßigen Teilnahme von Hector Egger Holzbau am Designers´ Saturday? 

Michael Schär, Stv. Geschäftsführer Hector Egger Holzbau AG: Der Designers Saturday suchte im Jahr 2006 einen weiteren Standort. Da unsere Werke eine sehr interessante und schöne Architektur aufweisen, kamen die Organisatoren auf uns zu und fragten ob wir nicht auch als Standort mitmachen würden. Seit dem sind wir als einer Standorte und Mitorganisatoren dabei. 

Was ist die Idee hinter dem Projekt Stairs? Wie erfolgt die Zusammenarbeit des Architekten Sergio Cavero und Ihnen?

Schär:Wie jeder Aussteller müssen auch wir unser Produkt auf eine interessante Art und Weise repräsentieren. Seit Jahren erstellen wir dazu interessante und kunstvolle Objekte aus Holz. Sergio bekommt dabei immer ein Thema von uns und er versucht dieses dann in einer Form wiederzugeben. Letztes Jahr feierten wir unser 170/17 jähriges Bestehen und wir haben ihn gebeten etwas zu diesem Thema zu machen. Da dies eine wirklich sehr lange Zeitachse ist, haben wir uns mit ihm entschieden dies mit einer Treppe, die in die Unendlichkeit läuft darzustellen.

Was ist besonders an diesem Projekt?

Schär: Das ganze Projekt besteht fast zu 100% aus einem Holzquerschnitt von 120x120mm und weißt kaum Metallverbindungen auf. Wir versuch auch bei unseren Bauten weitestgehend alles mit Holzverbindungen zu machen. Dies machen wir natürlich jeweils auch bei unseren Objekten des Designers Saturday. Stairs beeindruckt aber schon durch ihre Größe mit 10.77m Länge und 7.1m Höhe und einer Breite von 5.5m. Sie besteht aus 260 teilen und hat ein Gewicht von 7.35t bei 15.3m3 und besteht zu 100% aus Fichten/Tannen Holz.

Was bringen Kunstprojekte wie dieses ihrem Unternehmen? 

Schär:Wir können damit die Fachwelt der Architekturszene wie auch die Bevölkerung an den jeweiligen Standorten auf den Baustoff Holz und uns aufmerksam machen und so den Einsatz von Holz weiter voran treiben.

Shoji: Wände aus Papier und Holz

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