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Gefahren im Netz

Gefahren im Netz

Vollständiger Artikel erschienen in:
ZWEI UND MEHR - Das Familienmagazin / Sommer 2018
Foto: © Marija Kanzizaj
 

Wenn Kinder und Jugendliche im Internet  unterwegs sind, sind sie bestimmten Risiken  ausgesetzt. Wie im realen Leben. Gut informierte Eltern können sie im selbstbewussten,  sicheren Umgang mit Gefahren unterstützen.

Eine aktuelle Studie, die von „Rat auf Draht“ und „SOS-Kinderdorf“ in Auftrag gegeben wurde, sagt, dass 27 Prozent aller Kinder und Jugendlichen zwischen 11 und 18 Jahren schon einmal sexuelle Belästigung oder Gewalt im Internet erlebt haben. Neue Kontakte knüpfen, Freundinnen und Freunde finden, sie verlieben passiert laufend: in Online-Spielen, Chat-Portalen, auf Instagram. Stellen sich diese Bekanntschaften als falsche Freundinnen und Freunde oder Kri-minelle heraus, wird es gefährlich. Das reicht von unangenehmen Fragen bis zu sexuellem Mißbrauch. Häufig werden auch Nacktfotos oder -videos ungewünscht an Kinder und Jugendliche geschickt. Oder man fordert sie auf, so etwas von sich zu senden. Über 10 Prozent der Befragten wurden mit Nacktfotos erpresst. Erfahrungen mit Cybergrooming (Seite 17) hatten 14 Prozent. „Oft denken Betroffene,  sie müssen damit allein klarkommen“, sagt Elke Prochazka, Psychologin bei „Rat auf Draht“. Sie sollten wissen, wo es Hilfe gibt.  Außerdem brauchen sie das Selbstbewusstsein, „Nein“ zu sagen. 

Sich der Gefahr bewusst sein
Alexander Glowatschnig, CEO der „Safer Internet.at“-Koordination Steiermark, schult Kinder und Jugendliche ab sechs Jahren im Umgang mit Medien. Er bemerkt, dass es schwieriger wird, aus der Informationsflut das Richtige herauszufiltern. "Cybermobbing, Cybergrooming, Sexting, Sextortion (Seite 17), der ständige Vergleich, wer den schöneren Urlaub oder das bessere Essen hat – das kannte man früher (in der nicht-digitalen Welt) nicht so. Heute sind viele durch ihre Profile in den sozialen Medien ständig online, sodass sie auch immer Verleumdungen oder Hass treffen können. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Oft ist es schwer, bei finanziellem Betrug oder Hass im Netz gegen mögliche Täter vorzugehen. Bewusstseinsbildung hilft: Kinder und Jugendliche sollten sich der Gefahren bewusst sein. Es ist auch wichtig, ihnen ein gutes Vorbild zu sein und sie nicht allein zu lassen.“

Digitalisierung aus Jugendsicht

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Kerstin Geimer,

18 Jahre, macht gerade eine Lehre als Verwaltungsassistentin.


Wofür nutzen Sie Ihre digitalen Geräte?
In der Arbeit brauche ich vor allem den Computer. In meiner Freizeit dagegen nutze ich mein Handy. Im Internet zu surfen und sich auszutauschen ist einfach lustig. Eigentlich habe ich mein Handy ständig bei mir, wenn ich unterwegs bin, denn ich schaue viel nach. Am meisten nutze ich WhatsApp. So kann ich jeden per Nachricht oder Anruf einfach erreichen. Falls man keine langen Nachrichten schreiben will, gibt es Sprachnachrichten. WhatsApp ist schon ein "Must-have".

Gibt es auch Gefahren im Netz? 
Das Wichtigste im Netz ist Vorsicht. Je weniger man von sich preisgibt, desto weniger Daten können weitergegeben werden. 

Hatten Sie schon mal ein Problem mit  Cybermobbing oder Sexting? 
Nein. Darüber bin ich sehr froh.

Gibt es in Ihrer Familie Benutzungsregeln für digitale Geräte? 
Vor drei Jahren haben wir ausgemacht, dass es während des Essens kein Handy am Tisch gibt. Das ist bis heute so. Für mich ist das keine Regel, das sind Tischmanieren. Wir hängen nicht immer am Handy und wissen, wann es angebracht ist oder nicht.

Wie wäre eine Welt ohne digitale Geräte?
Es ist für mich unvorstellbar, aber möglich! Ich würde ohne Handy, Computer oder Tablet klarkommen, weil ich nicht davon abhängig bin. Ich wüsste aber nicht, wie ich Treffen mit meinen Freundinnen und Freunden vereinbaren könnte. Es bleibt mir ein Rätsel, wie die Menschen das früher geschafft haben – ohne Handy oder ohne Computer.


Experteninterviews mit den Autoren Pia Zimmermann, Thomas Feibel und Verena Gonsch finden Sie in der Printausgabe von ZWEI UND MEHR. 

STAY SAFE

INFORMATIONEN FÜR ELTERN  
Cybermobbing, digitale Spiele, Datenschutz, Handy und Smartphone, Internetbetrug,  Onlineshopping, Urheberrechte ...
www.saferinternet.at

INFOS FÜR KINDER UND JUGENDLICHE
Mobbing, Online-Hass, Sexting, Privatsphäre ...
www.staysafe.at

HAZISSA
Fachstelle zur Prävention sexualisierter Gewalt
www.hazissa.at

STOPLINE
Onlinemeldestelle gegen Kinderpornografie und Nationalsozialismus
www.stopline.at

INFOFOLDER
für Kinder und Jugendliche zum Thema  
„Schutz vor sexueller Belästigung“ 
Bestellung: 147@rataufdraht.at  

Digitalisierung: Chance und Herausforderung

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Das Digi-Tier und wir

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